Unter dem Pflaster liegt der Strand

Veröffentlicht: 28. Juli 2010 in Kosmos, Ronja Stern

Heute vor 53 Jahren: Gründung der Situationistischen Internationalen am 28. Juli 1957 in Cosio d’Arroscia (Italien)

Situationistische Internationale
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Situationistische Internationale (S.I.) war eine 1957 gegründete, linksradikal orientierte Gruppe europäischer Künstler und Intellektueller (darunter politische Theoretiker, Architekten, freischaffende Künstler u. a.), die vor allem in den 1960er Jahren aktiv war. Die Situationisten beeinflussten die politische Linke, speziell im Umfeld des Pariser Mai 1968, die Entwicklung der Methoden der Kommunikationsguerilla und die internationale Kunstszene, insbesondere die Popkultur. Die Zahl der Mitglieder lag zwischen zehn und über 40. Über die Zeit waren insgesamt ca. 70 Personen beteiligt. 1972 gab die Gruppe ihre Selbstauflösung bekannt.

Konzept
Die Situationisten operierten an der Schnittstelle von Kunst und Politik, Architektur und Wirklichkeit und setzten sich für die Realisierung der Versprechungen der Kunst im Alltagsleben ein. Sie forderten unter anderem die Abschaffung der Ware, der Lohnarbeit, der Technokratie und der Hierarchien, und entwickelten ein Konzept der „theoretischen und praktischen Herstellung von Situationen“, in denen das Leben selbst zum Kunstwerk werden sollte. Einige Situationisten waren in den Ausbruch der Studentenunruhen vom Mai 1968 verwickelt, die auf ganz Frankreich übergriffen und dort, anders als in Deutschland, weite Teile der Arbeiterklasse erfassten. Situationistische Ideen waren in den folgenden Jahren weit verbreitet und haben international in Kunst, Politik, Architektur und vor allem im Pop Spuren hinterlassen, die sich bis in die Gegenwart ziehen. Ihre Aktionsformen wurden unter anderem im Fluxus und der Performancekunst aufgegriffen.
Der Situationistischen Internationale werden einige bekannte Slogans der Zeit zugeschrieben:
* „Verbieten ist verboten!“ (Il est interdit d’interdire, stammt in Wirklichkeit aber von Jean Yanne)
* „Unter dem Pflaster liegt der Strand.“ (Sous les pavés, la plage)
* „Arbeit? Niemals.“ (Ne travaillez jamais)

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